Ich saß gestern Abend bei einer Bekannten auf ein Schwätzchen bei ein paar Tassen Kakao. Nebenbei hatte sie auch den Rechner laufen, was bei ihr eigentlich immer der Fall zu sein scheint. Was in diesem zusammenhang auch bemerkenswert ist: Die halbe Bildschirmfläche besteht aus offenen Tabs, da sie in zig verschiedenen Communities gleichzeitig rumschwirrt. Ich frage mich bisweilen, wie ihr Rechner das verkraftet, der muß ja bald soviel Kapazitäten im Arbeitsspeicher haben, wie andere auf der Festplatte...
Irgendwann schaute ich ihr neugierig über die Schulter, als sie in einer Singlebörse abfällige Kommentare über so einige dort dargebotene Gestalten ließ. Hm, dacht ich so, da gibt's doch bestimmt auch was leckeres für mich zu gucken. Gerade die "Normalo"-Börsen bieten ja eine irrsinnige Auswahl an bindungs-, heirats-, oder werweißwas-willigen Menschen an. In den Communities bzw Singelbörsen der Schwarzkittelszene ist die Auswahl wesentlich spezifischer und daher ziemlich begrenzt.
Zuhause angekommen und den Rechner angeschmissen, mußte ich mir erstmal selbst ein Bild von dieser Seite machen. Das Layout und die Suchfunktionen, sowie die Profilgestaltung wirkte schon durch die Detailgenauigkeit überzeugend. Und das Angebot der kostenlosen Registrierung ist ein Argument...
Also meldete ich mich an. Das ging auch alles schön reibungslos und einfach, dauerte allerdings bis in die Morgenstunden. Um die Flirtchancen hochzutreiben, sollte man sich natürlich ausführlich vorstellen. So hab ich quasi die ganze Nacht damit verbracht, mein Innerstes auf links zu ziehen, mein ganzes Seelenleben auszubreiten. Nun ja, bei meiner Einstellung und Philosophie vom zwischenmenschlichen Dasein müßte mir die holde Weiblichkeit in Scharen die Mailbox einrennen;) lol
Die ersten Interessentinnen ließen auch nicht lange auf sich warten. auf dem eigenen Profil kann man erkennen, wer einen besucht (hat). Auch bin ich selbst auf die Suche gegangen -hab sogar jemand aus der schwarzen Szene in nächster Umgebung entdeckt, allerdings vergeben- und hab mir ein paar nette Profile angesehen.
Das ging solange gut, bis sich plötzlich anstelle eines Profils ein Fenster mit der Aufforderung zur Registrierung und Abschluß eines "Flirtpakets" für bis zu 20,-€/Mon öffnete. Hey, so haben wir nicht gewettet, dachte ich bei mir. Dann hab ich mal einen Wurf in die AGB's geblickt...
Um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können, muß ein "Flirtpaket" gebucht werden. Nur mit diesem Paket kann man unbegrenzt Profile stöbern, Nachrichten verschicken, ja überhaupt Kontakte knüpfen! Ohne dieses Paket ist der ganze Rotz völlig unbrauchbar!!!
Tolle Wurst. Gerade, als ich dessen gewahr wurde, entdeckte ich einen Zugang in meinem Postfach. Super, ich kann zumindest meine Post lesen, aber nicht antworten, u.U. noch nicht mal schauen, wer mir da geschrieben hat! Egal, ich also die Post gelesen. Das Profil war ohne Bild, "Ines86, w., Hannover". Sie schrieb, sie hätte zwar hier kein Foto drin, aber wäre noch in einer anderen Community vertreten, dort auch mit Foto. Anbei noch der Link zu ihrem Profil.
Ich also diesen Link eingegeben und komme prompt auf ein Profil mit einem Foto zum Niederknien... Boah, war das ne bildhübsche Zuckermaus!!! Aber warum heißt die plötzlich Vera und kommt aus München?! Was für'ne Verarsche läuft hier eigendlich??!!!
Fassen wir das erlebte mal zusammen:
1.) Klar "registrieren" ist für lau, aber man hat nix von
2.) Um was davon zu haben, muß man teuer Geld dafür latzen
3.) Das erfährt man aber erst hintenrum
4.) Die Anbieter versuchen, sich ggseitig Mitglieder abzuziehen
Da lob ich mir die szenespezifischen Börsen und Communities, wie SG, oder MySpace usw, da sind Leute vertreten, die schon eher passende Interessen und Neigungen haben, sie kosten nix, und sie verarschen auch keinen.;)
Apropos verarschen: ich laß mein Profil einfach mal noch eine Weile drin. Sollen die "Normaloschnitten" doch lechzen und schmachten, kriegen werden sie mich nicht, denn ich werde keinen Cent in diese Bauernfängerei investieren, harr, harr, harr!
Sonntag, 8. Mai 2011
Fuck Singlebörsen - oder wie ich da wieder rauskam
Irgendwann hatte ich die Faxen natürlich dicke und wollte da wieder raus. Ich war nach wie vor nicht bereit, dieses ominöse, überteuerte Flirtpaket zu buchen und hatte demzufolge keinerlei Kommunikationsmöglichkeiten.
Nur fand sich irgendwie kein Weg, das Profil zu löschen. So ließ ich das erstmal schludern, bis... ja bis Sandra kam!
Irgendwann hatte ich denn mal wieder eine Nachricht im Posteingang. Da war ein ASCII-Bildchen und ein gereimter Spruch dazu, den ich ja irgendwie total süß fand. Ich krieg ihn leider nicht mehr auf die Reihe, aber es war irgendwas mit Sternchen. Sie hieß Sandra, war 34 und kam aus Brokum (das liegt bei Lemförde, zumindest weiß ich, wo das ist...) außerdem hat sie eine Handynummer dagelassen - perfekt!
Da ruf ich doch gleich mal an. Ok, die Nachricht war bereits drei Tage alt, aber sie wird wohl nicht vergessen habe, wem sie da geschrieben hat bzw von wem diese Meldung kommt. Ich wähle also die Nummer - besetzt. Noch’n Versuch kurze Zeit später - besetzt. Egal, schick ich ihr halt ne SMS, wenn sie mit telefonieren fertig ist, kann sie sich ja zurückmelden. So schreibe ich denn, daß ich mich mal melden und mich für ihre Sternchen bedanken wollte.
Das Echo kam prompt, quasi per sofort: mit einer fünfstelligen Absendernummer eine SMS, die da schalmeit: "Willkommen im SMS-Chat von www(was auch immer)de, Sie können ab jetzt loschatten (nur 1,99€/SMS)..."
Ich dachte nur what the fuck..., da kommt sofort wieder ne SMS rein: "Hi, schön, daß du dich meldest..." Es war Sandra. Es war Sandra mit einer fünfstelligen Absendernummer, die gleiche, von der auch die SMS davor kam! Unter der in der Ilovenachricht angegebenen Handynummer tat sich natürlich weiterhin nichts.
Was sagt uns das? Diese kleine Mistkröte war nichts weiter als ein Lockvogel um irgendwelche Looser in einen überteuerten SMS-Chat zu lotsen und ihnen SMS für SMS zwei-Euro-weise die Kohle aus der Tasche zu ziehen! Nun gibt es auf der Ilove-Seite auch eine Meldefunktion, mit der man User bei AGB-Verstößen oder anderem anschwärzen kann. Davon habe ich dann auch umgehend Gebrauch gemacht, noch am selben Tag war "Sandras" Profil gelöscht.
Da war ich wirklich enttäuscht. Es hätte so gut passen können, das Mädel auf dem Foto sah klasse aus, sie schien sogar in etwa die selbe Wellenlänge zu haben, und dann das! Hat mich das angekotzt! Ich wurde ja nicht oft angeschrieben, aber wenn, dann nur Fakes oder sonstige Verarschungen.
Das war dann also der Punkt, an dem ich mir gesagt habe, ich muß hier raus, weg von dieser Seite. Allerdings hatte ich auch vorher schon erfolglos einen Weg da raus gesucht. Ich hatte irgendwann sogar einmal eine Email an die Kündigungsadresse für das Flirtpaket geschickt, die ich in den AGBs gefunden hatte. Darauf kam erst gar keine Reaktion. Erst als ich mir die AGBs und Datenschutzrichtlinien und wer weiß was rauf und runter, von schräg nach links durchforstet hatte, stieß ich endlich auf eine Emailadresse, an die ich meinen Kündigungswunsch schicken konnte.
Damit war’s aber auch noch nicht getan. Als Antwort erhielt ich per Email einen Link, den ich anklicken mußte, um auf das Menü zu kommen, auf dem ich das Profil eigenhändig löschen konnte - mann, war das ne Geburt! Anstatt einfach irgendwo in irgendeinem Einstellungsmenü einen Button einzustellen, mit dem man sein Profil löschen kann. Oder den Link, den man erst umständlich per Email beantragen muß, in die AGB einzupflegen. Warum einfach, wenn’s umständlich auch geht...?
Auf jeden Fall hab ich von sogenannten Singlebörsen die Schnauze sowas von gestrichen voll. Teilweise ist man ja von diesen Lockvögeln noch nicht mal mehr auf harmlosen Community-Seiten sicher... Aber auf eines bin ich stolz: MEINE KOHLE HABEN SIE ALLE NICHT GEKRIEGT!!!
Nur fand sich irgendwie kein Weg, das Profil zu löschen. So ließ ich das erstmal schludern, bis... ja bis Sandra kam!
Irgendwann hatte ich denn mal wieder eine Nachricht im Posteingang. Da war ein ASCII-Bildchen und ein gereimter Spruch dazu, den ich ja irgendwie total süß fand. Ich krieg ihn leider nicht mehr auf die Reihe, aber es war irgendwas mit Sternchen. Sie hieß Sandra, war 34 und kam aus Brokum (das liegt bei Lemförde, zumindest weiß ich, wo das ist...) außerdem hat sie eine Handynummer dagelassen - perfekt!
Da ruf ich doch gleich mal an. Ok, die Nachricht war bereits drei Tage alt, aber sie wird wohl nicht vergessen habe, wem sie da geschrieben hat bzw von wem diese Meldung kommt. Ich wähle also die Nummer - besetzt. Noch’n Versuch kurze Zeit später - besetzt. Egal, schick ich ihr halt ne SMS, wenn sie mit telefonieren fertig ist, kann sie sich ja zurückmelden. So schreibe ich denn, daß ich mich mal melden und mich für ihre Sternchen bedanken wollte.
Das Echo kam prompt, quasi per sofort: mit einer fünfstelligen Absendernummer eine SMS, die da schalmeit: "Willkommen im SMS-Chat von www(was auch immer)de, Sie können ab jetzt loschatten (nur 1,99€/SMS)..."
Ich dachte nur what the fuck..., da kommt sofort wieder ne SMS rein: "Hi, schön, daß du dich meldest..." Es war Sandra. Es war Sandra mit einer fünfstelligen Absendernummer, die gleiche, von der auch die SMS davor kam! Unter der in der Ilovenachricht angegebenen Handynummer tat sich natürlich weiterhin nichts.
Was sagt uns das? Diese kleine Mistkröte war nichts weiter als ein Lockvogel um irgendwelche Looser in einen überteuerten SMS-Chat zu lotsen und ihnen SMS für SMS zwei-Euro-weise die Kohle aus der Tasche zu ziehen! Nun gibt es auf der Ilove-Seite auch eine Meldefunktion, mit der man User bei AGB-Verstößen oder anderem anschwärzen kann. Davon habe ich dann auch umgehend Gebrauch gemacht, noch am selben Tag war "Sandras" Profil gelöscht.
Da war ich wirklich enttäuscht. Es hätte so gut passen können, das Mädel auf dem Foto sah klasse aus, sie schien sogar in etwa die selbe Wellenlänge zu haben, und dann das! Hat mich das angekotzt! Ich wurde ja nicht oft angeschrieben, aber wenn, dann nur Fakes oder sonstige Verarschungen.
Das war dann also der Punkt, an dem ich mir gesagt habe, ich muß hier raus, weg von dieser Seite. Allerdings hatte ich auch vorher schon erfolglos einen Weg da raus gesucht. Ich hatte irgendwann sogar einmal eine Email an die Kündigungsadresse für das Flirtpaket geschickt, die ich in den AGBs gefunden hatte. Darauf kam erst gar keine Reaktion. Erst als ich mir die AGBs und Datenschutzrichtlinien und wer weiß was rauf und runter, von schräg nach links durchforstet hatte, stieß ich endlich auf eine Emailadresse, an die ich meinen Kündigungswunsch schicken konnte.
Damit war’s aber auch noch nicht getan. Als Antwort erhielt ich per Email einen Link, den ich anklicken mußte, um auf das Menü zu kommen, auf dem ich das Profil eigenhändig löschen konnte - mann, war das ne Geburt! Anstatt einfach irgendwo in irgendeinem Einstellungsmenü einen Button einzustellen, mit dem man sein Profil löschen kann. Oder den Link, den man erst umständlich per Email beantragen muß, in die AGB einzupflegen. Warum einfach, wenn’s umständlich auch geht...?
Auf jeden Fall hab ich von sogenannten Singlebörsen die Schnauze sowas von gestrichen voll. Teilweise ist man ja von diesen Lockvögeln noch nicht mal mehr auf harmlosen Community-Seiten sicher... Aber auf eines bin ich stolz: MEINE KOHLE HABEN SIE ALLE NICHT GEKRIEGT!!!
STØRTI in Boxlaune Teil II - geht doch!
Habe ich die DJs der Electric Dreams im letzten Blog noch gescholten, bin ich diesmal voll des Lobes. So soll es sein, so kann es bleiben, um mal einen Sportsfreund zu zitieren.
Der letzte Blog, der von der Electric Dreams handelte, bezog sich auf ein ED-Special, das ende Dezember stattfand. Eigentlich galt die ED als abgesetzt und wurde lediglich als Special reanimiert. Seit März gibt es die ED wieder regelmäßig.
Dabei gab es zunächst allerdings eine Neuerung: War die Electric Dreams seit Jahrzehnten ein Donnerstagsding, hat man versucht, mit der Verlegung auf den dritten Sonntag des Monats für mehr Resonanz zu sorgen.
Das Konzept ging (vor allem zu meinem Leidwesen) nicht auf. Die erste Sonntags-ED im März war zwar einigermaßen besucht, hätte aber mehr sein können. Die zweite im April ließ schon ahnen, daß diese Idee nur eine geringe Halbwertszeit haben wird. Mit vielleicht 20 Leuten kann man nicht viel reißen.
So ist man von der Sonntagsidee wieder abgerückt und hat sich wieder für den Donnerstag entschieden. Der erste war nun gestern - ausgerechnet am Vattertach... Das ließ schlimmes ahnen!
Aber nix! So wurde man in höchstem Maße getäuscht, was aber in diesem Falle nun wahrlich nicht zum Nachteil geriet. Das betriebsfremde Blagenvolk blieb zwar nicht ganz aus, trat aber nicht weiter störend in Erscheinung. Und die befürchteten überlebenden Bollerwagenpiloten von der Kampfbesäufnisfront gab es zum Glück auch nicht. Ok, ein Alkzombie hat's denn doch geschafft. Aber der war sogar recht unterhaltsam.
Vom äußerlichen Erscheinungsbild her hätte der beim "Fluch der Karibik" direkt aus dem DVD-Player gekrochen sein können. Der Begriff "Alkzombie" kam also nicht von ungefähr... Zu dem schien er mir darüber hinaus noch jenseits von legalen Bewußtseinszuständen gewesen zu sein.
Wenn mich jemand fragt, wie ich am liebsten meine Partyabende verbringe, pflege ich meistens zu antworten: in nicht zu vollen Clubs mit einigen Menschen, die ich mag/gern hab/liebe und ein paar andere als Dekoration drumzu, wo Musik nach meiner Mütze läuft. In dem Sinne war das für mich der perfekte Abend!
Ok, es haben etliche Leute gefehlt, mit denen ich gerechnet hätte, aber was den Füllgrad anging, konnte man nicht meckern. Die "gute Seele" der Box hat mir zwischendurch gesteckt, daß man mit vielleicht etwa 40 Leuten gerechnet hatte. Daß es dann aber locker über 100 wurden, konnte man als willkommene Überraschung mitnehmen. So kann man behaupten, die ED war gut besucht.
Und musikalisch wurde man ebenfalls bestens versorgt. Zu versuchen, das Programm der ED dem des X oder Rilos anzunähern, um aus diesen Besucherstämmen mehr Leute anzuziehen, mag den eingefleischten ED-Jüngern zwar sauer aufstoßen, bei mir sorgte eine in diese Richtung gemachte Aussage zunächst auch für Skepsis, aber wenn die ED überleben soll, bleibt einem nichts weiter übrig, als Kompromisse einzugehen. Die Electric Dreams, wie es sie früher gab, hat in der Form keine Zukunft, wenn das Publikum dafür den Arsch nicht hochkriegt!
Wer aber kompromißbereit ist, hat am gestrigen Abend seine Freude gehabt. Ich hatte ja schon fast befürchtet, daß es in eine Dark Society (X) oder eine Rabenschwarze Nacht (HydePark) ausarten würde, aber weit gefehlt! Micha und Matze haben eine bravouröse Gratwanderung zwischen den Bedürfnissen der Jüngeren Schwarzkittelgeneration und dem alten Geist der seligen ED-Zeiten hingelegt - Chapeau!
Aber einen klitzekleinen Faux-pas haben sie sich dann doch noch geleistet...
Nicht nur mir ist aufgefallen, daß es zu vorgerückter Stunde noch kein einziges Depeche Mode Lied gegeben hat. Ein Bekannter hat mir dieses Leid geklagt und bemerkt, daß er "Personal Jesus" auf den Wunschzettel hatte. Ich hab noch so geflachst: Paß auf, nachher kommt das Johnny Cash Cover...^^ Und dann kam wirklich "Personal Jesus" - sogar von Depeche Mode - aber in einer fast bis zur Unkenntlichkeit aufgebrezelten Houseversion! *rofl*
Ich hätt mich vor Lachen fast weggeschmissen, aber er nimmt euch das wahrscheinlich ziemlich übel...:)))))
Der letzte Blog, der von der Electric Dreams handelte, bezog sich auf ein ED-Special, das ende Dezember stattfand. Eigentlich galt die ED als abgesetzt und wurde lediglich als Special reanimiert. Seit März gibt es die ED wieder regelmäßig.
Dabei gab es zunächst allerdings eine Neuerung: War die Electric Dreams seit Jahrzehnten ein Donnerstagsding, hat man versucht, mit der Verlegung auf den dritten Sonntag des Monats für mehr Resonanz zu sorgen.
Das Konzept ging (vor allem zu meinem Leidwesen) nicht auf. Die erste Sonntags-ED im März war zwar einigermaßen besucht, hätte aber mehr sein können. Die zweite im April ließ schon ahnen, daß diese Idee nur eine geringe Halbwertszeit haben wird. Mit vielleicht 20 Leuten kann man nicht viel reißen.
So ist man von der Sonntagsidee wieder abgerückt und hat sich wieder für den Donnerstag entschieden. Der erste war nun gestern - ausgerechnet am Vattertach... Das ließ schlimmes ahnen!
Aber nix! So wurde man in höchstem Maße getäuscht, was aber in diesem Falle nun wahrlich nicht zum Nachteil geriet. Das betriebsfremde Blagenvolk blieb zwar nicht ganz aus, trat aber nicht weiter störend in Erscheinung. Und die befürchteten überlebenden Bollerwagenpiloten von der Kampfbesäufnisfront gab es zum Glück auch nicht. Ok, ein Alkzombie hat's denn doch geschafft. Aber der war sogar recht unterhaltsam.
Vom äußerlichen Erscheinungsbild her hätte der beim "Fluch der Karibik" direkt aus dem DVD-Player gekrochen sein können. Der Begriff "Alkzombie" kam also nicht von ungefähr... Zu dem schien er mir darüber hinaus noch jenseits von legalen Bewußtseinszuständen gewesen zu sein.
Wenn mich jemand fragt, wie ich am liebsten meine Partyabende verbringe, pflege ich meistens zu antworten: in nicht zu vollen Clubs mit einigen Menschen, die ich mag/gern hab/liebe und ein paar andere als Dekoration drumzu, wo Musik nach meiner Mütze läuft. In dem Sinne war das für mich der perfekte Abend!
Ok, es haben etliche Leute gefehlt, mit denen ich gerechnet hätte, aber was den Füllgrad anging, konnte man nicht meckern. Die "gute Seele" der Box hat mir zwischendurch gesteckt, daß man mit vielleicht etwa 40 Leuten gerechnet hatte. Daß es dann aber locker über 100 wurden, konnte man als willkommene Überraschung mitnehmen. So kann man behaupten, die ED war gut besucht.
Und musikalisch wurde man ebenfalls bestens versorgt. Zu versuchen, das Programm der ED dem des X oder Rilos anzunähern, um aus diesen Besucherstämmen mehr Leute anzuziehen, mag den eingefleischten ED-Jüngern zwar sauer aufstoßen, bei mir sorgte eine in diese Richtung gemachte Aussage zunächst auch für Skepsis, aber wenn die ED überleben soll, bleibt einem nichts weiter übrig, als Kompromisse einzugehen. Die Electric Dreams, wie es sie früher gab, hat in der Form keine Zukunft, wenn das Publikum dafür den Arsch nicht hochkriegt!
Wer aber kompromißbereit ist, hat am gestrigen Abend seine Freude gehabt. Ich hatte ja schon fast befürchtet, daß es in eine Dark Society (X) oder eine Rabenschwarze Nacht (HydePark) ausarten würde, aber weit gefehlt! Micha und Matze haben eine bravouröse Gratwanderung zwischen den Bedürfnissen der Jüngeren Schwarzkittelgeneration und dem alten Geist der seligen ED-Zeiten hingelegt - Chapeau!
Aber einen klitzekleinen Faux-pas haben sie sich dann doch noch geleistet...
Nicht nur mir ist aufgefallen, daß es zu vorgerückter Stunde noch kein einziges Depeche Mode Lied gegeben hat. Ein Bekannter hat mir dieses Leid geklagt und bemerkt, daß er "Personal Jesus" auf den Wunschzettel hatte. Ich hab noch so geflachst: Paß auf, nachher kommt das Johnny Cash Cover...^^ Und dann kam wirklich "Personal Jesus" - sogar von Depeche Mode - aber in einer fast bis zur Unkenntlichkeit aufgebrezelten Houseversion! *rofl*
Ich hätt mich vor Lachen fast weggeschmissen, aber er nimmt euch das wahrscheinlich ziemlich übel...:)))))
Donnerstag, 4. März 2010
Nelly, the Elephant und Affektierte Cybertransen
Nellie the elephant pack her trunk and
said goodbye to the circus
of she road with a trumety trump
trump trump trump
Nellie the elephant packed her trunk
and trumbled of to the jungle
of she road with a thrumety trump
trump trump trump
Meine Fresse, ich könnt mich jedesmal wegschmeißen vor lachen, vor allem, wenn ich bei dem Anblick auch noch dieses Lied im Ohr habe...*rofl*
Ich habe schon mal in nem anderen Blog das Thema Kubikelfen und artverwandtes umrissen, wobei ich auch gesagt habe, daß es sie im Prinzip überall gibt, sie aber nirgends so geballt auftreten wie im HydePark zur "Rabenschwarzen Nacht". Ansonsten fallen sie ja nicht auf.
Aber es gibt Ausnahmen - jene, die alles mit Händen, Füßen und Waffengewalt daransetzen, um aufzufallen. Das können andere zwar auch nicht schlecht, aber eine hat dies geradezu perfektioniert.
Ein Outfit (allein der Wortteil "fit" ist schon deplatziert) besteht im wesentlichen aus einem pinken Gothlolitakleidchen, einer schwarzen Lackkorsage, hohen schwarzen Lackplateaustiefeln und dem für Cyberfraggles üblichen, farblich dazu abgestimmten Baumarkt in den Haaren. Ne zeitlang habe ich geglaubt, die hat gar nichts anderes, aber vorgestern im Ringlokschuppen lief sie komplett in schwarz auf - ohne Pink.
Das pink-schwarze ist also das ultimative Standardoutfit, mit dem sie bei fast(?) jeder "Dark Society" oder After Midnight" im X zugegen ist und sich zum Affen macht, wie die meisten Cyberfraggles.
Eigentlich ist sie ja ganz niedlich oder sie wäre es, wenn sie durch ihre sonstige Leibesfülle nicht so ein Puddinggesicht hätte, bei dem sich das, was bei anderen Grübchen sind, wie Meteoritenkrater ausnimmt. Mit einer normalen Statur oder wenigstens nur ein bißchen moppelig kann ich mir vorstellen, daß sie ne richtig süße ist, aber so...
Wenn also das äußere Erscheinungsbild schon ausreicht, um "präsent" zu sein, wird sie erst richtig omnipräsent, wenn sie tanzt. Dazu gibt sie sich ja nicht mit der Tanzfläche ab, neiiiin, da muß es schon im Rampenlicht auf dem Präsentierteller der Bühne sein!
Eine meiner allerliebsten Freundinnen hat mir mal erzählt, daß sie beim Anblick des Cyberbrockens an eine Kinderbuchfigur denken muß - einen pinken Elefanten. Dabei ist mir innerhalb einer Nanosekunde das Lied der ToyDolls "Nellie The Elephant" durch den Kopf geschossen, und ich bekam einen Lachflash, von dem ich ne Weile brauchte, wieder runter zu kommen.
Ich muß hier allerdings fairerweise noch einfügen, daß ich selbst mich bei Lästereien über ausladene Körperformen recht gefährlich weit aus dem Fenster lehne, da ich selber das konkrete Gegenteil eines dünnen Spargels bin. Aber bei manchen Figuren seh ich halt, wo ich nicht hin will...
Und so hampelt unsere Cyber-Gothlolita-Kubikelfe hoch oben auf der Bühne rum und rudert mit den Armen, als wollte sie imaginäre Feinde verprügeln, Wäsche zusammenlegen oder... hehe, der Vergleich mit den Flaggensignalen kam eigentlich durch jemand anderes zustande.
Also diese Cybers sind mir irgendwie das seltsamste Völkchen der Schwarzkittelszene. Ja, man kann ja nicht mehr von "der Gothicszene" sprechen, seit sich diese von den späten 80ern bis heute in zig Sparten aufgegliedert hat. Aus dem EBM/Industrial mit Verquickungen zur Technoszene müssen dann mal die Cyberfraggles entstanden sein.
Irgendwie versuchen die auszusehen, wie diese Manga/Anime Figuren. Teilweise verwischen sich sogar die Geschlechter vor lauter Androgynität. Der Cyberkram ist natürlich vor allem ein Kinderding. Ältere, womöglich jenseits der 30 findet man unter ihnen selten. Und von oben genannten Ausnahmen abgesehen, sind es fast nur dürre Heringe oder zierliche Püppies. Manche quietschbunt, einige ziemlich martialisch, aber in einem sind sie alle gleich: man sieht kaum eine(n) von ihnen ohne Schweißerbrille...
Ok, ich selbst habe auch zwei, aber die habe ich schon länger, als es diese Cyberszene gibt. Schweißerbrillen wurden auch schon in den frühen 90ern (wenn nicht noch früher) als Accessoir der EBMler getragen, z.T. sogar von Punks. Und in dem Sinne trage ich sie heute noch gelegentlich.
Mittlerweile gibts diese Dinger ja in den abgespacetesten Varianten, meine sind noch vom Baumarkt... Ebenso wie Atemschutzmasken und Mundschutze. Da hört's bei mir endgültig auf, aber darüber hab ich mich auch schon mal an anderer Stelle ausgelassen.
Aber gestern hat sich eines von diesen Cyberdingern so besonders vervorgetan, wie schon lange keins mehr, da kann selbst die Kubikelfe einpacken! Meine Fresse, was für ne Tucke!!! Einige von ihnen sehen ja nicht nur aus wie Mädchen, sondern benehmen sich auch so. Aber DAS?!
Ich kenne Mädels, die haben im X verhältnismäßig wenig an, und das wenige sieht auch noch rattenscharf aus. Zudem haben sie noch ein Figürchen zum Niederknien...*seufz*
Und dann siehst du einen Typen... hohe, weiße Plateaulackstiefel mit hohen Absätzen, ein Höschen, das aussieht wie mit Blümchenmuster, welches allerdings so schlecht sitzt, daß man bei dem Maurerdékolletée durch die Kimme fast bis zu den Eiern gucken kann (falls da überhaupt welche sind), ein Oberteil wie eine Kreuzung aus BH und der Andeutung einer Boleroweste in pastellzartem türkis, dazu der obligate Baumarkt in den Haaren.
Und dieses... DING legte ein Benehmen an den Tag, gegen das selbst die affektierteste Tunte im Schwulenclub noch als Macho durchgehen könnte!!!
Unter diesen Cybies hab ich ja schon einige Gestalten erlebt, aber noch nie eine dermaßen affektierte Cybertranse...
Und als "sie" dann "tanzen" ging, konnte ich nicht mehr - vor lachen...
Ich war zu dem Zeitpunkt schon ein wenig angenervt und trug mich mit dem Gedanken zu fahren. Erst die Lästertiraden über die Kubikelfe und "ES" haben mich dazu bewogen, ein Stündchen noch zu verweilen.
Da fing die Cybertranse plötzlich an, mit den Armen zu rudern. Ein netter Typ, der ein paar Meter neben mir stand, imitierte diese Bewegungen so gekonnt, daß ich zu ihm hinging und sagte, es erinnere mich an das Flaggenalphabet der Marine, bei der eine bestimmte Stellung zweier Fähnchen in den Händen für einen Buchstaben/eine Zahl steht. Nicht zu verwechseln mit den Bunten Fähnchen an den Schiffen, bei denen jedes Muster und jede Farbkombination für Buchstaben/Zahlen stehen - auch ein Flaggenalphabet.
Was die Sache erst richtig lustig gemacht hat, war die Musik, die in dem Moment lief, es war "Call The Ships To Port" von Covenant! Das paßte wie Arsch auf Eimer, ein Electro-Seemannslied und dazu eine Kubikelfe und ne Cybertranse beim Flaggenalphabettanz...
Ich hab noch so geflachst, ich lern das Alphabet und tanze die Titelzeile, wenn das Lied wieder mal läuft...
said goodbye to the circus
of she road with a trumety trump
trump trump trump
Nellie the elephant packed her trunk
and trumbled of to the jungle
of she road with a thrumety trump
trump trump trump
Meine Fresse, ich könnt mich jedesmal wegschmeißen vor lachen, vor allem, wenn ich bei dem Anblick auch noch dieses Lied im Ohr habe...*rofl*
Ich habe schon mal in nem anderen Blog das Thema Kubikelfen und artverwandtes umrissen, wobei ich auch gesagt habe, daß es sie im Prinzip überall gibt, sie aber nirgends so geballt auftreten wie im HydePark zur "Rabenschwarzen Nacht". Ansonsten fallen sie ja nicht auf.
Aber es gibt Ausnahmen - jene, die alles mit Händen, Füßen und Waffengewalt daransetzen, um aufzufallen. Das können andere zwar auch nicht schlecht, aber eine hat dies geradezu perfektioniert.
Ein Outfit (allein der Wortteil "fit" ist schon deplatziert) besteht im wesentlichen aus einem pinken Gothlolitakleidchen, einer schwarzen Lackkorsage, hohen schwarzen Lackplateaustiefeln und dem für Cyberfraggles üblichen, farblich dazu abgestimmten Baumarkt in den Haaren. Ne zeitlang habe ich geglaubt, die hat gar nichts anderes, aber vorgestern im Ringlokschuppen lief sie komplett in schwarz auf - ohne Pink.
Das pink-schwarze ist also das ultimative Standardoutfit, mit dem sie bei fast(?) jeder "Dark Society" oder After Midnight" im X zugegen ist und sich zum Affen macht, wie die meisten Cyberfraggles.
Eigentlich ist sie ja ganz niedlich oder sie wäre es, wenn sie durch ihre sonstige Leibesfülle nicht so ein Puddinggesicht hätte, bei dem sich das, was bei anderen Grübchen sind, wie Meteoritenkrater ausnimmt. Mit einer normalen Statur oder wenigstens nur ein bißchen moppelig kann ich mir vorstellen, daß sie ne richtig süße ist, aber so...
Wenn also das äußere Erscheinungsbild schon ausreicht, um "präsent" zu sein, wird sie erst richtig omnipräsent, wenn sie tanzt. Dazu gibt sie sich ja nicht mit der Tanzfläche ab, neiiiin, da muß es schon im Rampenlicht auf dem Präsentierteller der Bühne sein!
Eine meiner allerliebsten Freundinnen hat mir mal erzählt, daß sie beim Anblick des Cyberbrockens an eine Kinderbuchfigur denken muß - einen pinken Elefanten. Dabei ist mir innerhalb einer Nanosekunde das Lied der ToyDolls "Nellie The Elephant" durch den Kopf geschossen, und ich bekam einen Lachflash, von dem ich ne Weile brauchte, wieder runter zu kommen.
Ich muß hier allerdings fairerweise noch einfügen, daß ich selbst mich bei Lästereien über ausladene Körperformen recht gefährlich weit aus dem Fenster lehne, da ich selber das konkrete Gegenteil eines dünnen Spargels bin. Aber bei manchen Figuren seh ich halt, wo ich nicht hin will...
Und so hampelt unsere Cyber-Gothlolita-Kubikelfe hoch oben auf der Bühne rum und rudert mit den Armen, als wollte sie imaginäre Feinde verprügeln, Wäsche zusammenlegen oder... hehe, der Vergleich mit den Flaggensignalen kam eigentlich durch jemand anderes zustande.
Also diese Cybers sind mir irgendwie das seltsamste Völkchen der Schwarzkittelszene. Ja, man kann ja nicht mehr von "der Gothicszene" sprechen, seit sich diese von den späten 80ern bis heute in zig Sparten aufgegliedert hat. Aus dem EBM/Industrial mit Verquickungen zur Technoszene müssen dann mal die Cyberfraggles entstanden sein.
Irgendwie versuchen die auszusehen, wie diese Manga/Anime Figuren. Teilweise verwischen sich sogar die Geschlechter vor lauter Androgynität. Der Cyberkram ist natürlich vor allem ein Kinderding. Ältere, womöglich jenseits der 30 findet man unter ihnen selten. Und von oben genannten Ausnahmen abgesehen, sind es fast nur dürre Heringe oder zierliche Püppies. Manche quietschbunt, einige ziemlich martialisch, aber in einem sind sie alle gleich: man sieht kaum eine(n) von ihnen ohne Schweißerbrille...
Ok, ich selbst habe auch zwei, aber die habe ich schon länger, als es diese Cyberszene gibt. Schweißerbrillen wurden auch schon in den frühen 90ern (wenn nicht noch früher) als Accessoir der EBMler getragen, z.T. sogar von Punks. Und in dem Sinne trage ich sie heute noch gelegentlich.
Mittlerweile gibts diese Dinger ja in den abgespacetesten Varianten, meine sind noch vom Baumarkt... Ebenso wie Atemschutzmasken und Mundschutze. Da hört's bei mir endgültig auf, aber darüber hab ich mich auch schon mal an anderer Stelle ausgelassen.
Aber gestern hat sich eines von diesen Cyberdingern so besonders vervorgetan, wie schon lange keins mehr, da kann selbst die Kubikelfe einpacken! Meine Fresse, was für ne Tucke!!! Einige von ihnen sehen ja nicht nur aus wie Mädchen, sondern benehmen sich auch so. Aber DAS?!
Ich kenne Mädels, die haben im X verhältnismäßig wenig an, und das wenige sieht auch noch rattenscharf aus. Zudem haben sie noch ein Figürchen zum Niederknien...*seufz*
Und dann siehst du einen Typen... hohe, weiße Plateaulackstiefel mit hohen Absätzen, ein Höschen, das aussieht wie mit Blümchenmuster, welches allerdings so schlecht sitzt, daß man bei dem Maurerdékolletée durch die Kimme fast bis zu den Eiern gucken kann (falls da überhaupt welche sind), ein Oberteil wie eine Kreuzung aus BH und der Andeutung einer Boleroweste in pastellzartem türkis, dazu der obligate Baumarkt in den Haaren.
Und dieses... DING legte ein Benehmen an den Tag, gegen das selbst die affektierteste Tunte im Schwulenclub noch als Macho durchgehen könnte!!!
Unter diesen Cybies hab ich ja schon einige Gestalten erlebt, aber noch nie eine dermaßen affektierte Cybertranse...
Und als "sie" dann "tanzen" ging, konnte ich nicht mehr - vor lachen...
Ich war zu dem Zeitpunkt schon ein wenig angenervt und trug mich mit dem Gedanken zu fahren. Erst die Lästertiraden über die Kubikelfe und "ES" haben mich dazu bewogen, ein Stündchen noch zu verweilen.
Da fing die Cybertranse plötzlich an, mit den Armen zu rudern. Ein netter Typ, der ein paar Meter neben mir stand, imitierte diese Bewegungen so gekonnt, daß ich zu ihm hinging und sagte, es erinnere mich an das Flaggenalphabet der Marine, bei der eine bestimmte Stellung zweier Fähnchen in den Händen für einen Buchstaben/eine Zahl steht. Nicht zu verwechseln mit den Bunten Fähnchen an den Schiffen, bei denen jedes Muster und jede Farbkombination für Buchstaben/Zahlen stehen - auch ein Flaggenalphabet.
Was die Sache erst richtig lustig gemacht hat, war die Musik, die in dem Moment lief, es war "Call The Ships To Port" von Covenant! Das paßte wie Arsch auf Eimer, ein Electro-Seemannslied und dazu eine Kubikelfe und ne Cybertranse beim Flaggenalphabettanz...
Ich hab noch so geflachst, ich lern das Alphabet und tanze die Titelzeile, wenn das Lied wieder mal läuft...
Mindener Kamikaze-Cops
Wegen "unserer" Cops hätt ich vor Brast auch schon fast ins Lenkrad gebissen!
Ich kam auf der B482 aus Vlotho und hatte einen Pampersbomber (Sharan, Galaxy o.ä.) vor mir. Die Frau fuhr auch ganz locker und zügig, bis sie in Höhe des Bahnhofs von Porta Westfalica ein Mädel auf nem Roller vor sich hatte. Erlaubt sind in dem Bereich 70, aber was fährt so'n Scooter? Richtig, 45... Von Hausberge kam ne Streife die Brücke runter und fädelte sich direkt hinter mir ein. Dabei wär sie mir fast noch hinten reingebrezelt, weil wir auf 45 gedrosselt wurden, und die Cops ordentlich Gas machten. Oder um es in meinen Worten auszudrücken: sie den Beschleunigungsstreifen auch wirklich als solchen nutzten...
Eigentlich wär das für die Dame vor mir kein Problem gewesen, die Rollerin hinter sich zu bringen, der nächste Gegenverkehr war noch weit genug weg, daß ich hätte mitziehen können. Aber sie blieb dahinter und ich mit respektvollem Abstand hinter ihr. Dann folgte im nächsten Akt der Auftritt der Bullerei:
Als es für alle Beteiligten schon viel zu spät war, noch ans Überholen auch nur zu denken -mittlerweile kam nämlich Gegenverkehr- stechen die Cops los, als gäbs kein Morgen! Und sie sind eiskalt durchgezogen, an mir vorbei, den Pampersbomber haarscharf geschnitten, das Mädel fast vom Roller gekickt, den PKW von gegenüber in die Eisen gezwungen, wobei dem fast noch ein Gefahrgut-LKW in den Kofferraum eingeparkt hätte!!!
Klarer Verstoß gegen §315c, StGB. Ich selbst hatte 1992 mal mit diesem § zu tun, dem interessierten Leser zuliebe werd ich darauf auch noch eingehen. Hätte ich diese A****made anzeigen können, hätte der lange Zeit keine Funkstreife mehr von innen gesehen: 9 Monate Lappen weg, 7 Punkte in Flensburg, 1500,-DM Bußgeld und 5 Jahre Bewährung (Stand 1992).
Möchte nicht wissen, was anno 2007 drin wäre...
Danach sind die übrigens ganz normal weitergezockelt, als wenn nix wäre. Und Blaulicht oder Sirene hat es bei der Aktion nie gegeben. Vor allem das hat mich das Blut am Klumpen gemacht!
Also hab ich mich an ihre Fresen geheftet, ich wollte das Kennzeichen. Ich wußte genau, daß ich allein ohne Zeugen mit einer Anzeige nicht weit kommen würde, aber sie sollten wissen, daß sie sich nicht alles erlauben können, vor allem, was da auf dem Spiel stand - sowohl an Menschenleben als auch der eigenen Karriere...
An der nächsten Ampelkreuzung sind die rechts weg richtung Lerbeck, ich also auch hinterher. Direkt danach kommt eine Seitenstraße zu der auch ne Zufahrt zu einer Filiale mit dem großen gelben M führt. Dummerweise hatten die Cops durch ihre Kamikazeaktion einen so großen Vorsprung, daß sich in die Lücke zwischen ihnen und mir noch jemand einschob - und das mit den Beschleunigungsverhältnissen eines 7,5-Tonners... fuck!!!
Zum Glück befand sich zu der Zeit an der Lerbecker Ortsdurchfahrt eine Baustelle mit Ampel, vor der die Cops nun zum stehen kamen. Der PKW dazwischen war mittlerweile anderswo abgebogen, so hatt ich das Nummernschild des grünsilbernen Tieffliegers in voller Pracht und Schönheit vor der Nase. So bin ich also in Lerbeck zu einer Bekannten, um von dort nach einem Blick ins Telefonbuch bei der Hausberger Wache anzurufen. Ich wollte herausfinden, ob die Leutchen da anhand des Kennzeichens ersehen können, wer mit dem jeweiligen Peterwagen unterwegs ist.
Der Tonfall des Beamten, mit dem er sich am Telefon meldete, signalisierte mir vom allerersten Sekundenbruchteil an: bei dem kommste nicht weit... Mann hat der schlecht geschissen! Da die Kamikazeflieger gerade zehn Minuten vorher die Wache verlassen haben müßten (sie kamen ja direkt aus der Richtung), sollte der gute(?) Mann eigentlich sofort wissen, wer gemeint ist. Dabei habe ich noch nichtmal nach Namen gefragt. Stattdessen wollte er mir erzählen, die hätten auch von Minden sein können... Und die Story, die ich ihm auftischte, interessierte den einen Sch***!
In dieser Beziehung unterscheiden sich die Cops kein bißchen von Mafiosi: sie halten dicht! Darin sind Verbrecher alle gleich, egal, um welche Sorte derer es sich handelt...
Um aber noch mal auf den Paragraphen zurückzukommen. Nicht alles, was man im Straßenverkehr falsch machen kann, ist in der StVO (Staßenverkehrsordnung) geregelt. Einige heftigere Schlechtigkeiten stehen im StGB (Strafgesetzbuch). Man hat also zu unterscheiden zwischen Verkehrsrecht und Strafrecht, bzw -sache.
Eine Anklage wegen §315c StGB wäre demnach eine Strafsache, und zwar "verbotswidriges und rücksichtsloses Überholen unter Gefährdung anderer Leben und Sachen von besonderem Wert". Man kann sich ausmalen, welchen Einfluß das Am Anfang der Geschichte erwähnte Strafmaß für den beruflichen Werdegeng eines Polizisten haben kann...
Mir selber ist 1992 etwas widerfahren, weswegen ich mit diesem § vorm Kadi stand. Allerdings war das keine Kamikazeaktion jugendlichen Übermutes, sondern einfach nur dumm gelaufen. Passiert ist zum Glück nichts, aber für die Cops (schon wieder!) war das Anlaß genug, einen von zu machen. Getreu der Ägide: viel hilft viel. Dem Richter konnte ich allerdings überzeugend darlegen, daß es wirklich nur ein Versehen war. Nochmal zur Erinnerung: 9 Monate Lappen weg, 7 Pkt Flensburg, 1500,-DM Bußgeld und 5 Jahre Bewährung nach §315c... Strafrecht eben.
Daraus wurden für mich 3 Monate, 3 Punkte und 500,-DM, die Angelegenheit wurde zum Verkehrsrecht entschärft. Aber immer noch ganz schön heftig...
Ich kam auf der B482 aus Vlotho und hatte einen Pampersbomber (Sharan, Galaxy o.ä.) vor mir. Die Frau fuhr auch ganz locker und zügig, bis sie in Höhe des Bahnhofs von Porta Westfalica ein Mädel auf nem Roller vor sich hatte. Erlaubt sind in dem Bereich 70, aber was fährt so'n Scooter? Richtig, 45... Von Hausberge kam ne Streife die Brücke runter und fädelte sich direkt hinter mir ein. Dabei wär sie mir fast noch hinten reingebrezelt, weil wir auf 45 gedrosselt wurden, und die Cops ordentlich Gas machten. Oder um es in meinen Worten auszudrücken: sie den Beschleunigungsstreifen auch wirklich als solchen nutzten...
Eigentlich wär das für die Dame vor mir kein Problem gewesen, die Rollerin hinter sich zu bringen, der nächste Gegenverkehr war noch weit genug weg, daß ich hätte mitziehen können. Aber sie blieb dahinter und ich mit respektvollem Abstand hinter ihr. Dann folgte im nächsten Akt der Auftritt der Bullerei:
Als es für alle Beteiligten schon viel zu spät war, noch ans Überholen auch nur zu denken -mittlerweile kam nämlich Gegenverkehr- stechen die Cops los, als gäbs kein Morgen! Und sie sind eiskalt durchgezogen, an mir vorbei, den Pampersbomber haarscharf geschnitten, das Mädel fast vom Roller gekickt, den PKW von gegenüber in die Eisen gezwungen, wobei dem fast noch ein Gefahrgut-LKW in den Kofferraum eingeparkt hätte!!!
Klarer Verstoß gegen §315c, StGB. Ich selbst hatte 1992 mal mit diesem § zu tun, dem interessierten Leser zuliebe werd ich darauf auch noch eingehen. Hätte ich diese A****made anzeigen können, hätte der lange Zeit keine Funkstreife mehr von innen gesehen: 9 Monate Lappen weg, 7 Punkte in Flensburg, 1500,-DM Bußgeld und 5 Jahre Bewährung (Stand 1992).
Möchte nicht wissen, was anno 2007 drin wäre...
Danach sind die übrigens ganz normal weitergezockelt, als wenn nix wäre. Und Blaulicht oder Sirene hat es bei der Aktion nie gegeben. Vor allem das hat mich das Blut am Klumpen gemacht!
Also hab ich mich an ihre Fresen geheftet, ich wollte das Kennzeichen. Ich wußte genau, daß ich allein ohne Zeugen mit einer Anzeige nicht weit kommen würde, aber sie sollten wissen, daß sie sich nicht alles erlauben können, vor allem, was da auf dem Spiel stand - sowohl an Menschenleben als auch der eigenen Karriere...
An der nächsten Ampelkreuzung sind die rechts weg richtung Lerbeck, ich also auch hinterher. Direkt danach kommt eine Seitenstraße zu der auch ne Zufahrt zu einer Filiale mit dem großen gelben M führt. Dummerweise hatten die Cops durch ihre Kamikazeaktion einen so großen Vorsprung, daß sich in die Lücke zwischen ihnen und mir noch jemand einschob - und das mit den Beschleunigungsverhältnissen eines 7,5-Tonners... fuck!!!
Zum Glück befand sich zu der Zeit an der Lerbecker Ortsdurchfahrt eine Baustelle mit Ampel, vor der die Cops nun zum stehen kamen. Der PKW dazwischen war mittlerweile anderswo abgebogen, so hatt ich das Nummernschild des grünsilbernen Tieffliegers in voller Pracht und Schönheit vor der Nase. So bin ich also in Lerbeck zu einer Bekannten, um von dort nach einem Blick ins Telefonbuch bei der Hausberger Wache anzurufen. Ich wollte herausfinden, ob die Leutchen da anhand des Kennzeichens ersehen können, wer mit dem jeweiligen Peterwagen unterwegs ist.
Der Tonfall des Beamten, mit dem er sich am Telefon meldete, signalisierte mir vom allerersten Sekundenbruchteil an: bei dem kommste nicht weit... Mann hat der schlecht geschissen! Da die Kamikazeflieger gerade zehn Minuten vorher die Wache verlassen haben müßten (sie kamen ja direkt aus der Richtung), sollte der gute(?) Mann eigentlich sofort wissen, wer gemeint ist. Dabei habe ich noch nichtmal nach Namen gefragt. Stattdessen wollte er mir erzählen, die hätten auch von Minden sein können... Und die Story, die ich ihm auftischte, interessierte den einen Sch***!
In dieser Beziehung unterscheiden sich die Cops kein bißchen von Mafiosi: sie halten dicht! Darin sind Verbrecher alle gleich, egal, um welche Sorte derer es sich handelt...
Um aber noch mal auf den Paragraphen zurückzukommen. Nicht alles, was man im Straßenverkehr falsch machen kann, ist in der StVO (Staßenverkehrsordnung) geregelt. Einige heftigere Schlechtigkeiten stehen im StGB (Strafgesetzbuch). Man hat also zu unterscheiden zwischen Verkehrsrecht und Strafrecht, bzw -sache.
Eine Anklage wegen §315c StGB wäre demnach eine Strafsache, und zwar "verbotswidriges und rücksichtsloses Überholen unter Gefährdung anderer Leben und Sachen von besonderem Wert". Man kann sich ausmalen, welchen Einfluß das Am Anfang der Geschichte erwähnte Strafmaß für den beruflichen Werdegeng eines Polizisten haben kann...
Mir selber ist 1992 etwas widerfahren, weswegen ich mit diesem § vorm Kadi stand. Allerdings war das keine Kamikazeaktion jugendlichen Übermutes, sondern einfach nur dumm gelaufen. Passiert ist zum Glück nichts, aber für die Cops (schon wieder!) war das Anlaß genug, einen von zu machen. Getreu der Ägide: viel hilft viel. Dem Richter konnte ich allerdings überzeugend darlegen, daß es wirklich nur ein Versehen war. Nochmal zur Erinnerung: 9 Monate Lappen weg, 7 Pkt Flensburg, 1500,-DM Bußgeld und 5 Jahre Bewährung nach §315c... Strafrecht eben.
Daraus wurden für mich 3 Monate, 3 Punkte und 500,-DM, die Angelegenheit wurde zum Verkehrsrecht entschärft. Aber immer noch ganz schön heftig...
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